Umweltteam

Sansibar

Stunde l - 14.11.2011
Nach einigen Stunden zu allgemeinen Fragen des Urnweltschutzes und der Suche nach Projekten für das neue Schuljahr, fand das Umwellteam auf den Tipp von Frau Jüngling hin ein Thema, welches sie im nächster Zeit naher betrachten wollten: Sansibar!
Hintergrund des Sansibar-Projekts ist die angestrebte Städte-Partnerschaft zwischen Potsdam und der Hauptstadt der halbautonomen Inselgruppe von Sansibar, Sansibar-Stadt. Besonderes Augenmerk liegt bei der Partnerschaft auf Gerneinsamkeiten und Unterschiede beider Städte in Frage des Umweltschutzes, Ökologie und Nachhaltigkeit. Damit wird die Partnerschaft für unser Umweltteam besonders interessant.
Zu Beginn wollten wir in der ersten Stunde grundsätzliche Fragen klären, im Sinne von "Was ist dieses Sansibar überhupt?"
Zum Ende der Stunde wurden die Kinder darum gebeten, sich für die nächsten Stunde Ideen zum weiteren Vorgang des Sansibar-Projekts einfallen zu lassen.

WIKIPEDIA zum Thema SANSIBAR

Sansibar soll Klimapartner werden
Unsere Tageszeitung, die MAZ, bringt uns die Idee. Unser Umweltteam überlegt und gemeinsam wollen wir erst einmal folgende Fragen klären:
- Wo liegt Sansibar?
- Welche Besonderheiten weist dieses Land auf?
- Wie können wir Kontakt vor Ort aufnehmen?
- Wer kann uns unterstützen?
- Wie setzen wir uns für den Klimaschutz ein?...
Die nächsten Wochen wird geredet, geredet, geredet und dann haben wir schon die ersten Ideen, Partner und Aktivitäten.

WIKIMEDIA liefert Landkarten

Stunde II - 14.11.2011
Zur zweiten Stunde waren anwesend: Die Kinder des Umweltteams, Frau Jüngling, Herr Kielis, Amadeus und zu Besuch: Sophie, die FÖJlerin der Naturfreunde Brandenburg.
Zu Beginn der zweiten Stunde starteten wir zunächst mit einer kleinen Rekaptulation der letzten Stunde. Es wurde wiederholt, welche Fragen und Themen besprochen wurden, um diese den Kindern nochmals in Erinnerung zu rufen.
Dannach beschäftigten wir uns mit der Frage des weiteren Vorgehens. Zusammen besprachen wir die Möglichkeiten wie beide Partner neues voneinander lernen können: Mülltrennung, Umweltschutz und Nachhaltigkeit standen auf dem Plan. Ideen wurden gesammelt, wie man diese Ziele im Kleinen umsetzen könnte.
Als nächstes Ziel wurde die Ausarbeitung von Steckbriefen festgemacht. Diese Steckbriefe sollten gemeinsam in den nächsten Stunden entstehen.
Amadeus und Grit berichteten von der Kontaktaufnahme mit dem Verein BBAG (Berlin-Brandenburgische Auslandsgesellschaft). Dieser Verein hat gute Kontakte zu Institutionen in Sansibar und möchte uns in unserem Vorhaben unterstützen. Eine Mitarbeiterin des Vereins will sogar die geplanten Steckbriefe zum Ende des Jahres hin persönlich auf eine Reise nach Sansibar mitnehmen, und dort an eine Schule überreichen.

Oktober
Nun sind wir schon über einige Wochen mit unseren Steckbriefen beschäftigt. Unsere Englischkenntnisse sind noch nicht ganz ausreichend und so muss uns Amadeus helfen.
Wir geben an, wie alt wir sind, in welche Klasse wir gehen, unsere Hobbys und unsere Familie stellen wir auch kurz vor.
Frau Mitawi von der RAA Brandenburg hat ihre zweite Heimat in Sansibar. Dort hat sie auch ihre Liebe gefunden und geheiratet. Vielleicht kann sie uns helfen und findet eine Partnerschule.
Es ist schon erstaunlich, wie viele Verbündete wir bei unserem Sansibar-Projekt gewinnen konnten.
Von Juri aus der Klasse 5a unterstützen uns die Eltern. Frau Mitawi arbeitet eng mit Familie Thonke (Juri) zusammen.
Hoffentlich finden wir eine Schule in Sansibar, die an eine Zusammenarbeit interessiert ist.
Toi! Toi! Toi!

Unsere 5. Klassen informieren sich und werden aktiv
Das Thema Sansibar greift um sich. Die Klassen 5a und 5c beschäftigen sich im Rahmen des Geografieunterrichts mit Sansibar. Erste Ideen nehmen auch schon Gestalt an. Wir erstellen Informationsmappen mit denen alle Kinder der Schule arbeiten können. Aber: Alle Schüler haben noch eine Idee:
Schüler nähen für Schüler!
Stoffreste, Nadel, Faden und tolle Ideen haben wir.

Dezember
Nun ist es so weit. Frau Mitawi besucht uns und wir können voller Stolz unser Plakat zeigen. Jetzt erfahren wir alles aus erster Hand, wie die Menschen dort leben, was zu den Alltäglichkeiten gehört, wie Schule funktioniert und das sich Frau Mitawi unseren Wunsch nach einer Partnerschule annehmen wird. Unser Plakat nimmt sie gern mit und macht sich dann auf die Suche. Wir können jetzt mit dem Nähen beginnen und müssen warten, denn Frau Mitawi kommt erst im Februar wieder nach Deutschland.

Post
Wir haben Post aus Sansibar!!! Frau Mering, unsere Sekretärin, hat einen Anruf erhalten und wir können in Babelsberg Post von Frau Mitawi abholen. Ja, warum abholen? Es ist nicht so leicht mit dem Briefverkehr nach Afrika. Die Frage, kommt die Post auch an, kann nicht sicher beantwortet werden. Aber wir haben Post und sind gespannt. Gucken! So sieht das Umweltteam in Sansibar aus. Das bedeutet: wir haben eine Schule auf Sansibar, unsere Partnerschule heißt: Mwanakerekwe H

Mwanakerekwe H
So heißt unsere Partnerschule und auch der Stadtteil auf der Insel Unguja. Hier einige interessante Informationen von eurem Umweltteam zu Sansibar:
Auf Sansibar leben l Millionen dunkelhäutige Menschen, die in ihrem Glauben muslimisch sind und in Moscheen beten. Die Frauen sind verschleiert. Das Lieblingsessen der Sansibari ist Reis mit Fisch. l Büro sind 1000 tansanische Schillinge. Man spricht Kwiswaheli. Dallal Dala heißt Schulbus. Es gibt keine Haltestellen in Sansibar. Die Leute stehen am Straßenrand und halten die Hand raus und der Bus nimmt sie dann mit. Wenn sie aussteigen möchten, klopfen sie beim Busfahrer an die Fahrerkabine. Das Fahrrad ist das wichtigste Verkehrs- und Transportmittel. Auf einem Fahrrad wird alles mitgenommen: zwei Taschen, die Frau auf dem Gepäckträger und die zwei Kinder auf der Stange. Alle Kinder werden eingeschult. In jeder Schule lernen über 1000 Kinder und in eine Klasse gehen über 60 Kinder. Bei so vielen Kinderen nimmt der Lehrer oft den Stock und sorgt so für Ruhe. Die Schulkinder haben meist Angst vor den Lehrern. Es gibt keine Schulbücher und keine Schulhefte. Man darf nur in die Schule gehen, wenn man eine Schuluniform hat und trägt. Auf Kinder, die langsamer lernen, wird keine Rücksicht genommen. Viele Kinder gehen dann einfach nicht mehr in die Schule. Es gibt an einem Schultag immer nur eine Pause. Auf den Dörfern bauen die Eltern die Schulen allein. Ist das Haus bis zum Dach fertig, übernimmt der Staat den Weiterbau und bezahlt dann auch die Lehrer. Vor den Schulen stehen Frauen, die Essen verkaufen. In der einen Pause kaufen sich die Kinder dann etwas Reis und bezahlen umgerechnet 5 Cent. Wandertage und Exkursionen gibt es gar nicht.
Kwakherini – Auf Wiedersehen!

Januar
Grit und Amadeus von den Naturfreunden sind immer für uns da. Jetzt konnte Grit sogar Partner in Babelsberg für unser Sansibar-Projekt gewinnen. Wir sind ja auch eine KlZ-Schule. Die Nähstube in Babelsberg unterstützt uns. Schnell und unkompliziert können wir kommen. Eltern haben Stoffreste mitgeschickt. Die ersten Taschen können genäht werden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, los geht es. Jede Tasche ist ein echtes Unikat. Wir staunen, mit welcher Freude unsere Jungen nähen und wie geschickt alle sind, ob unsere kleinen oder großen Schüler.

Frau Jüngling