„Sie ist sehr nett!“

„Wenn die Flugzeuge über das Haus geflogen sind, haben die Fenster gescheppert. Amal und Haia haben geweint und Mama hat »Alles gut, alles gut!« gesagt und sie auf den Arm genommen. […] Immerzu sind die Flugzeuge mit den Bomben gekommen, immerzu! Und immerzu haben die Männer auch in den Straßen gekämpft, mit Panzern und Gewehren. Manche Männer sind hinterher nicht mehr aufgestanden. Das hat alles Schöne kaputt gemacht.“

Dies ist ein Ausschnitt aus dem Buch „Bestimmt wird alles gut“ von Kirsten Boje. Das Buch handelt von einer Flüchtlingsfamilie aus Syrien, die ein besseres Leben haben will. Das Buch gibt einem viel Stoff zum Nachdenken. Es ist 2016 im „Klett Kinderbuch“-Verlag erschienen und ist schon bei seiner vierten Auflage! Dazu ist zu sagen, dass Kirsten Boie den Erlös des Buchs an eine Flüchtlingsorganisation spendet (sie findet das selbstverständlich). Es öffnet hoffentlich jedem die Augen, was in Syrien passiert und wie man sich fühlt, wenn man vor einem Bürgerkrieg flüchtet. Denn wenn man dieses Buch gelesen hat, weiß man erst recht, dass man nie in der Lage eines Flüchtlings stecken will!

Ich war am Samstag, dem 9. Juli 2016,  bei einer Lesung von Kirsten Boie in der alten Brauerei in Babelsberg, wo sie „Bestimmt wird alles gut“, ihr neuestes Buch vorgestellt und daraus gelesen hat. Ihr fragt euch bestimmt jetzt alle: WAS? Wer hat Kirsten Boie, ja die ECHTE Kirsten Boje, hierhin nach Babelsberg gelockt? Und wir hat derjenige das bitteschön angestellt?! Dies ist eine komplett berechtigte Frage. Die Antwort nennt sich: LIT.Potsdam. Dies ist eine Veranstaltung, die berühmte Autoren nach Potsdam und Babelsberg bringt. Mir hat die Lesung sehr gut gefallen, weil wir danach auch noch all unsere Bücher die wir mitgebracht haben oder gleich dort gekauft haben von ihr signieren lassen konnten. Ich war mit Leo aus meiner Klasse da und wir hatten vor der Lesung gedacht: Na ja, Kirsten Boie ist vielleicht ein ganz kleines bisschen arrogant, weil sie ja auch ziemlich reich ist und so. Aber: Im Gegenteil! Leo und ich fanden sie sogar noch freundlicher als „normale“ Leute! Außerdem konnten wir ihr nach der Lesung auch noch Fragen stellen.
David, 5a