HOMESCHOOLING vom 18.03. bis 30.04.2020

Seit dem 27.01.2020 leidet auch Deutschland unter den Folgen der COVID-19-Pandemie. Am Mittwoch, dem 18.03.2020, wurden die Schulen in Potsdam geschlossen, so auch die Bruno-H.-Bürgel-GS, die ich bis dahin regelmäßig besuchte. Meine Mitschüler und ich sollten ab diesem Zeitpunkt allein Zuhause lernen. Dafür erhielten wir jede Woche Aufgaben von den Fachlehrern.
Meine Eltern und ich legten gemeinsam eine Tagesplanung für das Homeschooling fest. Ich stand von Montag bis Freitag pünktlich um 7:30 Uhr auf, frühstückte und saß um 8:30 Uhr an meinem Arbeitsplatz, der sich an unseren Esstisch im Wohnzimmer befand. Dort löste ich meine Schulaufgaben. Bei der Erledigung meiner Aufgaben orientierte ich mich an dem Stundenplan meines Hausaufgabenheftes. Nach der Aufgabenzeit musste ich jeden Tag für eine Stunde an die frische Luft. Am liebsten fuhr ich dann mit dem Fahrrad durch den Park Babelsberg.
Nach den Osterferien war es dann möglich, digitale Medien wie zum Beispiel Handy, Tablet, Computer für die Erledigung der Hausaufgaben zu benutzen. Von da an konnte ich regelmäßig mit meinen Mitschülern und Lehren über die App JITSI MEET Video chatten. Darüber habe ich mich gefreut, weil mir der Kontakt mit meinen Mitschülern in den ersten Wochen sehr fehlte. Der Kontakt half mir, die Zeit weiter durchzuhalten.
Ich habe es geschafft, jeden Tag alleine Aufgaben zu verstehen und zu lösen. Irgendwie ist es gut zu wissen, dass ich das kann, falls ich mal wieder alleine lernen muss. Es war trotzdem eine sehr komische Erfahrung und ich würde sie nicht weiterempfehlen. Das Lernen mit Schulfreunden ist viel leichter und macht mir viel mehr Spaß.
Felix Oostinga, Klasse 6c

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Die 7. Woche

In diesem Text erzähle ich euch von meiner 7. und letzten Woche im Homeschooling.
In dieser Woche habe ich, wie in jeder anderen Woche auch, Aufgaben per Email bekommen. Also bin ich am Montag um 10 Uhr aufgestanden, damit ich um 10:30 Uhr mit dem Frühstück fertig war. Nach dem Frühstück habe ich mir meinen Wochenplan geschrieben, denn ich wollte um 11 Uhr mit den Schulaufgaben anfangen.
Für Montag hatte ich mir Deutsch, Gewi und Englisch vorgenommen. Bei Gewi hatte ich noch den Rest von der letzten Woche auf. Anfangs dachte ich, dass es leicht werden würde, aber Papa musste mir helfen, denn ich habe die eine AufgabensteIlung nicht verstanden. Ansonsten war Gewi leicht. In Englisch habe ich drei Texte gelernt. Ich konnte mir leicht etwas merken. Die Tageszusammen­fassung, die ich als Deutschaufgabe bekommen habe, wollte ich danach ausarbeiten. Nachdem ich alle Aufgaben erledigt hatte, war ich für heute fertig mit Schule.
Am Dienstag wollte ich versuchen alle restlichen Aufgaben zu schaffen, damit ich am Mittwoch nur noch Deutsch erledigen muss und Donnerstag frei habe.
Um 10 Uhr aufstehen und spätestens 11 Uhr Schulbeginn war auch meine Routine für Dienstag. Heute hatte ich Mathe (für Dienstag & Mittwoch), Deutsch und Englisch auf meinem Plan stehen.
Mathe hat mir sehr viel Spaß gemacht und es war richtig leicht. Trotzdem brauchte ich bei zwei Aufgaben Hilfe. Denn es wurde ein Thema begonnen, das ich noch nicht hatte. Papa hat es mir dann erklärt und ich habe es schnell verstanden. In Englisch habe ich wie Montag die Texte gelernt. Für meine Deutschaufgaben habe ich wieder eine Tageszusammenfassung ausgearbeitet. Ich war sehr stolz auf mich, weil ich am Dienstag alle Aufgaben der Woche fertig hatte.
Ausnahmsweise durfte ich an diesem Abend länger als sonst aufbleiben. Bevor ich hoch ging um mich bettfertig zu machen, schaute Papa noch mal in den Computer und dann kam der SCHOCK! Am Dienstagabend kamen noch Englischaufgaben.
Die Englischaufgaben waren für 3 Stunden (2 Blöcke) aufgeteilt. Ich war so traurig, enttäuscht und wütend, weil wir in dieser Woche gar kein Englisch mehr hatten. Unser einziger Englischblock in dieser Woche war doch schon am Montag. Warum mussten dann Dienstagabend noch Aufgaben kommen?! Ich war so wütend und enttäuscht, ich hatte meine ganze Woche schon durchgeplant und jetzt das. Also habe ich Donnerstag doch nicht frei, dachte ich traurig. Niedergeschlagen ging ich ins Bett.
Am Mittwoch begann ich dann wieder um 11 Uhr mit der Schule. Immer noch traurig und mit wenig Motivation, habe ich dann die Englischaufgaben gelöst. Da die Aufgaben für 3 Stunden eingeteilt waren, haben Papa und ich vereinbart, dass ich nur lY, Stunden arbeiten muss. Sie waren eigentlich ganz einfach, trotzdem hatte ich keine Lust. Danach begann ich meinem Text für Deutsch zu schreiben. Als Papa und ich den Text korrigiert haben, ist uns aufgefallen, dass viel Inhalt fehlt. Papa fragte mich, ob ich meine Notizen verwendet habe. Da fiel es mir wieder ein: ich habe doch jeden Tag nach meinen Aufgaben mir Notizen gemacht. Man bin ich "SCHLAU"! Da hab ich doch glatt die Notizen vergessen ... Ich muss ihn noch einmal neu schreiben. Mein freier Donnerstag ist futsch.
Donnerstagmorgen fand meine erste Telefonkonferenz statt. Anschließend habe ich mir eine kleine Pause gegönnt. Danach habe ich nochmal den Deutschtext angefangen zu schreiben. Es lief ganz okay. Mit meinen Notizen hatte ich viel mehr Ideen als am Tag zuvor. Trotzdem war es nicht so toll, wie ich es mir erhofft habe. Weil ich bei der Zusammenfassung der Wochentage abgekürzt habe, musste ich es anschließend mit Papa und Valentin überarbeiten. Aber jetzt bin ich fertig (17:26 Uhr).
Tessa Haase