Bruno H. Bürgel

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Bürgels Familie

1867 bestand Bürgels leiblicher Vater, Adolf Trendelenburg, an der Universität Bonn die Lehramtsprüfung, wurde dort mit der Arbeit Grammaticorum Graecorum de arte tragica iudiciorum reliquiae promoviert und begann noch im selben Jahr sein Probejahr an seinem Bromberger Gymnasium. 1869 wurde er dort fest angestellt und 1871 Oberlehrer. Er konnte 1870/71 als Inhaber des Reisestipendiums des Deutschen Archäologischen Instituts den Mittelmeerraum bereisen. 1872 wechselte er ans Friedrichs-Gymnasium Berlin. Seit der Gründung des Askanischen Gymnasiums 1875 lehrte er dort als Oberlehrer, Studienrat und schließlich seit 1890 als Professor Griechisch und begeisterte unter anderem Karl Anton Neugebauer für die Antike, der ihm auch 1941 einen Nachruf im Archäologischen Anzeiger verfasste. 1902 wurde er Direktor des Friedrichs-Gymnasiums, wo er unter anderem großen Einfluss auf Otto Regenbogen hatte. Eng war er der Archäologischen Gesellschaft zu Berlin verbunden. 1881 bis 1901 war er deren Schatzmeister, 1902 bis 1904 Schriftführer und 1912 Vorsitzender.

Die Mutter Bruno H. Bürgels, die Näherin Luise Emilie Sommer, verstarb bereits 1884. Da sich sein Vater, der Archäologe Adolf Trendelenburg, nicht zu seinem Sohn bekennen wollte, wurde das Kind von dem Schuhmacher Gustav Bürgel und dessen Frau adoptiert. Ab 1886 lebten die Bürgels in Weißensee bei Berlin. 1889 begann Bürgel eine Schuhmacherlehre in der Werkstatt seines Adoptiv-Vaters. Er wurde dann aber Steindrucker und später Fabrikarbeiter. 1895 verlor er seinen Arbeitsplatz.

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