Mathematik mit Studierenden


Im März 2006 führten Studierende an der „Bruno H. Bürgel“-Grundschule zum zweiten Mal Lehrversuche im Fach Mathematik durch. Sie unterrichteten je zwei Stunden in den Klassen 4b und 5b sowie je drei Stunden in den Klassen 4a und 5a. Die Unterrichtsstunden sind Bestandteil der Ausbildung im Fach Mathematik am Institut für Grundschulpädagogik an der Universität Potsdam. Das Thema der Stunden hieß „KNOTEN“, was in den Geometrieunterricht einzuordnen ist.
Anhand der Beschäftigung mit Knoten ist es gut möglich, einen Beitrag zur Entwicklung der Handlungskompetenz der Kinder in ihrer ganzen Breite zu leisten. Die Kinder erörtern Knoten, welche ihnen im Alltag begegnen. Dabei vervollkommnen sie ihre Allgemeinbildung und ihre sprachlichen Möglichkeiten.
Die Kinder erkennen, dass es sich bei Knoten um spezielle Verschlingungen handelt. Bei der Abgrenzung zwischen Knoten und Scheinknoten üben sich die Kinder im Beschreiben von Zusammenhängen, entwickeln Begründungen und verstehen diese. Beim Nachbilden von Verschlingungen mit Seilen verfeinern sich ihre motorischen Fähigkeiten. Je nachdem, was als Vorlage benutzt wird, werden die verschiedensten Fähigkeitsbereiche aktiviert und erweitert. Ist ein reales Objekt (z.B. die gebundene Krawatte oder ein gebundener Seemannsknoten) Ausgangspunkt, so bilden die Kinder eine räumliche Figur als solche nach. Ist die Zeichnung der Verschlingung die Basis für das Nachlegen, so übertragen die Kinder die ebene Darstellung in das entsprechende räumliche Gebilde. Ist eine sprachliche Beschreibung gegeben, so sind Sinn erfassendes Lesen und Verstehen der Fachsprache erforderlich, um den Weg vom Text zur räumlichen Figur bzw. zur ebenen Darstellung zu bewältigen.
In den meisten Fällen werden Kombinationen der angeführten Darstellungsebenen genutzt. Dabei werden die Kinder auf allen drei Ebenen selbstständig aktiv, d.h. sie legen Verschlingungen /Knoten, sie zeichnen diese und sie beschreiben deren Entstehung. Aufgrund dieser vielseitigen Tätigkeiten erzielt jedes Kind sichtbare Erfolge, sein Selbstbewusstsein wird gestärkt. Durch die häufigen Gelegenheiten zur Partner- bzw. Gruppenarbeit wird auch seine soziale Kompetenz gefördert. Mit den nachfolgenden Ausschnitten aus den Lehrversuchen sollen Inhalte und Ziele verdeutlicht werden.

Für die Betreuung der Studierenden wie auch für diesen Bericht über die Lehrversuche war Frau Dr. Angelika Möller verantwortlich. Meinungen und Anfragen richten Sie bitte an amoeller@uni-potsdam.de.


Mathematisch interessierte und begabte Kinder haben auch im 2. Schulhalbjahr wieder die Möglichkeit, mit Studenten der Universität Potsdam (institut für Grundschulpädagogik, Fach Mathematik) fünf Veranstaltungen zu gestalten. Diese Nachmittage finden jeweils dienstags zwischen 14.30 und 16.00 Uhr statt.
Folgende Termine stehen schon fest: 23.05., 30.05., 13.06., 20.06., 27.06.

 

Leitung: Frau Dr. Angelika Möller