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Geschichte

Am 10. Dezember 1963 erlangte das Sultanat und damalige britische Protektorat Sansibar die Unabhängigkeit. Am 12. Januar 1964 erfolgte die Ausrufung der Volksrepublik Sansibar und Pemba. Nach einer blutigen Revolution der schwarzen Mehrheitsbevölkerung gegen die arabisch-stämmige Oberschicht (die Inseln waren von 1698 bis zum 6. April 1861 Teil des Sultanats Oman) erklärte sich Sansibar unabhängig und tendierte sehr bald zum sozialistischen Lager. Vom 18. Januar bis zum 7. April 1964 war die Insel Pemba eine eigenständige Volksrepublik. Unter starkem politischen Druck von außen schloss sich Sansibar am 26. April 1964 mit dem unabhängigen Tanganjika zusammen zu dem neuen Staat Tansania. 1985 übergab Nyerere die Macht an Ali Hassan Mwinyi aus Sansibar, behielt aber als Vorsitzender der CCM bis 1990 weiter die Zügel in der Hand. Die schwere Wirtschaftskrise seit den späten siebziger Jahren machte Reformen unvermeidlich. 1986 wurden Vereinbarungen mit dem Internationalen Währungsfonds IWF und der Weltbank getroffen. Die staatlich kontrollierte Ökonomie wurde nach und nach in eine liberale Marktwirtschaft umgewandelt. Ausländischen Investoren wurde der Marktzugang erleichtert, das Schulwesen wurde privatisiert. Die Einparteiregierung wurde 1995 mit den ersten parlamentarischen Wahlen beendet, die Benjamin Mkapa mit großer Mehrheit gewann; er wurde am 23. November 1995 eingeschworen. 2005 wurde Jakaya Mrisho Kikwete, ein Muslim, zum 4. Präsidenten der Vereinigten Republik von Tansania gewählt.